Drei Mangalizaschweine und fünf Ziegen standen „herrenlos“ am Hof …

Drei Mangalizaschweine und fünf Ziegen standen „herrenlos“ am Hof …

Sie sollten vom Schlachter abgeholt werden. Der Eigentümer von Berta, Emma und Carlo war an einem Herzschlag verstorben. Er hinterließ die 17 – jährige Tochter und seine Tiere.
Ein Vormund wurde eingesetzt. Er hatte für Berta, Emma und Carlo und die Ziegen bereits den Schlachter bestellt. Wen interessieren schon drei siebenjährige Mangalitzaschweine und fünf Ziegen?

Gesehen, gehört und gehandelt

Ein sehr tierliebender Mann war am Hof, als gerade der Schlachter vorfuhr und die Tiere verladen wollte. Was lief da ab? Warum sollten die Tiere sterben? Der Mann kaufte die Tiere auf der Stelle frei und schaffte es auch, dass sie noch zwei Monate am Hof weiterleben und von ihm versorgt werden durften. Ziel war es, eine neue Heimat für Berta, Emma und Carlo sowie die Ziegen zu finden. Der Mann und eine tierliebende Dame überlegten sich gemeinsam, wie man nun weiter vorgehen sollte.

Für die Zukunft von Berta, Emma und Carlo schaute es nicht rosig aus

Die Ziegen fanden eine Bleibe auf Lebenszeit bei der Dame, doch es war irgendwie unmöglich, für die drei Mangalitza Schweine ein „Für immer Zuhause“ zu finden. Trotzdem, ist es nicht so, dass es für (fast) alles immer eine Lösung gibt?

Der Druck des Vormundes wurde stärker, die Tiere mussten vom Hof. Dieter Ehrengruber versprach Berta, Emma und Carlo ein neues Zuhause auf Lebenszeit auf Gut Aiderbichl Henndorf. Sein Motto war immer schon: „Geht nicht, gibt’s nicht!“.

Und nun sind sie hier und genießen ihr Leben. Die Drei sind noch nicht im Freilauf und relaxen in einem Schweinegehege in der Nähe unseres Schweinepalastes. Seit Tagen streift Roberta, eines unserer Schweine, an diesem Gehege herum und macht dem Carlo schöne Augen. Auch die Esel, die Ponys und Ziegen stehen immer wieder bei den Neuankömmlingen am Gehegezaun und man fragt sich, was sie wohl miteinander besprechen?

Woher kommt eigentlich das Mangalitza Schwein?

Seit der Mitte des 19. Jahrunderts gibt es diese schöne Schweinerasse. Die Ungarn kreuzten das ungarische Landschwein mit dem serbischen Sumadiasschwein, und so entstand das Mangalitza. Es zeichnet sich durch lockige, wollartige Borsten aus. Sie können blond, rot oder schwarz sein. Der Bauch ist cremefärbig, die restliche Haut am Körper ist schiefergrau, die Rüsselscheibe, die Klauen, der After und die Haut um die Augen sind schwarz. Die Ohren hängen nach vorne und ein weiteres wichtiges Kennzeichen sind auch die kräftigen Beine der Mangalitzas.

Wachsendes Gesundheitsbewusstsein bedrohte die Wollschweine

Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges waren die Mangalitzaschweine vom Aussterben bedroht, denn die Menschen wurden gesundheitsbewusster und wollten mageres Fleisch. Außerdem braucht das Mangalitza viel Bewegungsraum, sonst kann es passieren, dass die Weibchen weniger bis keine Jungen mehr bekommen. Seit dem Ende der 90er Jahre ist der Bestand der tollen Schweinerasse wieder gesichert.

6 lustige Mangalitzaschweineaugen schauen in eine gute Zukunft

Das traurige Schicksal, das Berta, Emma und Carlo nach dem Ableben ihres Besitzers beinahe ereilt hätte, ist nicht wahr geworden. Wieder haben Menschen hin- und nicht weggeschaut und so das Weiterleben der wunderbaren Schweinerasse gesichert.
Wir hoffen doch, dass die drei besonderen Schweine auch in den Freilauf kommen und gemeinsam mit Roberta, Bables und Bernadette ein herrliches Suhlebad im Wellnessbereich der Schweine genießen können.

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