Nala und Zazu

Aufgeben gibt’s nicht

Aufgeben gibt’s nicht – Nala und Zazu

Nala, Zazu, Simba, Sarabi und Mufasa kamen als 10 Tage alte Katzenbabys auf Gut Aiderbichl Henndorf an. Die Katzenmutter hatte sie allesamt nicht angenommen.
Nun kamen die winzigen, zarten Katzenbabys in die Obhut der Aiderbichler Tierpflegerinnen, die natürlich die Katzenmutter nicht ersetzen konnten, aber keine Scheu zeigten, den Kleinen zu helfen.

Menschliche Katzenmamas können …

die leibliche Mama natürlich nicht ersetzen, jedoch haben unsere Tierpflegerinnen schon die beste Übung in der Handaufzucht. Die Aufzucht ist mühevoll, aufwendig und erfordert viel Geduld und Liebe. Am besten wäre eine Ersatz-Katzenmama, aber die findet man halt auch nicht an jeder Ecke. Sofern sie das Katzenbaby akzeptiert, könnte auch eine Hündin die Ersatzmutter sein.

Weder das eine noch das andere stand zur Verfügung

Also wurden Körbchen mit höherem Rand und warme Decken vorbereitet, um die kleinen Babys zu wärmen. Katzenwelpen können in den ersten Tagen nach der Geburt die Körpertemperatur nicht selbst regulieren. Also muss diese regelmäßig kontrolliert werden und oft muss mit Wärmekissen, Wärmeflaschen, Kirschkernkissen oder Wärmelampen nachgeholfen werden.

Die wichtige Muttermilch hatten wir nicht zur Hand. Das macht die Aufzucht von Tierbabys schwierig, weil die Muttermilch die vielen wichtigen Stoffe für das Immunsystem der Tiere beinhaltet.
Die regelmäßige Zufuhr von Flüssigkeit und Nährstoffen ist sehr wichtig, da Katzenbabys sehr rasch dehydrieren und unterzuckern.

So setzten die Tierpflegerinnen alle Kenntnisse ein, um die Kleinen am Leben zu erhalten. Sie fütterten und konnten die Pflege übernehmen, die unter normalen Umständen die Katzenmama erledigt hätte und sie gaben ihnen auch Körperkontakt. Hie und da kroch ein Katzenbaby unter die Arbeitsjacke – da ist es besonders schön warm und kuschelig.

Beinahe täglich fuhren wir mit den kleinen Kätzchen in der ersten Woche zum Tierarzt. Sie wurden regelmäßig untersucht und bekamen eine Infusion mit Glucose, um zu Kräften zu kommen. Alle zwei Stunden wurde gefüttert und zur Unterstützung bei der Verdauung gab es mit der Pipette Fencheltee und in die Ersatzmilch wurde Darmaufbaupulver gemischt. Und nach dem Fressen wurde gekuschelt, Bäuchlein massiert und leise mit den Tierchen gesprochen, bis es dann wieder in die warmen Decken ging.

Die Nächte waren kurz

Abwechselnd nahmen die Pflegerinnen die Babys über Nacht mit nach Hause, denn es musste gefüttert und massiert werden. Die Kätzchen zeigten auch Probleme beim Kot absetzen, also half man mit einer sanften Bauchmassage, um den kleinen Darm zu aktivieren. Alle bemühten sich und gaben ihr Bestes, denn man wollte Nala, Zazu, Simba, Sarabi und Mufasa am Leben erhalten. Unser Motto ist: jedes Leben ist es wert, am Leben zu bleiben.

Simba, Sarabi und Mufasa verließ die Kraft

Drei Kätzchen schafften es nicht, und alle Mitarbeiterinnen waren betroffen und traurig. Klar ist aber auch, dass keine Anstrengung und keine kurze Nacht umsonst gewesen war, denn es ging um das junge Leben von fünf Kätzchen.

Nala und Zazu schafften es, und nach ungefähr fünf Wochen verlangten sie nach „echtem“ Katzenfutter. Langsam und in kleinen Schritten wurde also die Ernährung umgestellt und irgendwann wollten Nala und Zazu zeigen, wie stark sie geworden sind: sie trippelten auf ihren kleinen, weichen Pfötchen alleine zum Fressnapf. Da kam auch wieder das Lächeln in die Gesichter der Tierpflegerinnen.

 

 

Ein glückliches Zuhause für Nala und Zazu

Die zwei kleinen „Kämpfer“ sollten ein schönes Zuhause bei lieben Menschen finden, was dann auch so kam. Und nun geht es um die Erziehung der kleinen Schnurrtiger. Viel Spaß!

„Die Augen einer Katze sind Fenster, die uns in eine andere Welt blicken lassen“ – Wünschen wir Nala und Zazu ein gesundes, glückliches, langes Katzenleben und ihren neuen Besitzern schöne, gemütliche Stunden mit den neuen Familienmitgliedern.

 

 

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