Schlappi und ihre Freundin Keksi

Aus der Sicht einer Aiderbichlerin

(geschrieben von Gisela Pschenitschnig)

Eine gute Zukunft liegt vor ihnen

Eine tierliebe Dame setzte sich mit der Tiernothilfe von Gut Aiderbichl in Verbindung. In ihrem Garten leben zwei Alpine Steinschafe, Schlappi und Keksi. Beide waren von der Schafmama verstoßen worden und mussten somit mit der Flasche großgezogen werden. Leider ist der Platz im Garten beschränkt und auch nicht artgerecht und so holt sie Michael Meckl, Verwalter Gut Aiderbichl Eslarn, in einem gemütlichen Tiertransporter auf seinen Hof.

Das Alpine Steinschaf

Das Alpine Steinschaft gehört zu den ältesten Schafrassen und ist, historisch gesehen, die Ausgangsrasse der Schafzucht in den Ostalpen. Es ist verwandt mit dem Torfschaf, dem Montafoner, dem Tiroler und dem Krainer Steinschaft.
Steinschafe sind hervorragende Kletterer im Hochgebirge. Der Körperbau ist feingliedrig, die Klauen des Gebirgsspezialisten sind sehr hart. Die Alpinen Steinschafe sind leider vom Aussterben bedroht.

Schlappis Geburt war offensichtlich nicht einfach gewesen

Schlappi und Keksi kommen von einem Bauernhof. Gleich nach der Geburt war es Schlappi nicht möglich gewesen, zu laufen. Vermutlich hatte sich die Schafmama auf ihr Junges gelegt und so einen Bruch in einem Bein verursacht. In der Herde hätte Schlappi kein gutes Leben gehabt und so wurde sie von der Mama getrennt.
Nicht nur das Beinchen war verletzt, auch mit dem rechten Auge gab es Probleme. Es wird vermutet, dass vielleicht ein Strohhalm das Auge verletzt hat, und dieses rechte Auge nun leider blind und stark blutunterlaufen ist.

Schlappis Freundin Keksi nahm die tierliebe Dame auch auf. Keksi ist kerngesund. Sie ist ein Zwilling, die Schafmama hatte zu wenig Milch und verstieß Keksi.
Alle vier Stunden bekamen Schlappi und Keksi die Flasche. Mit der Ernährung lief also soweit alles gut. Selbst Physiotherapeutin, wusste die Dame, wie man es schaffen konnte, Schlappi auf die Beine zu bringen. Auch dieses Projekt ist wunderbar gelungen.
Schlappi und Keksi spielten im Schnee, liefen der Dame jeden Schritt nach – doch, der Garten war zu klein und konnte keine lebenslange Heimat sein. Die Schafe sollten artgerecht aufwachsen und irgendwann in einer großen Schafherde Aufnahme finden. Schlachten war absolut keine Option.

Auf nach Eslarn

In Eslarn bewohnen Schlappi und ihre Freundin Keksi einen schönen Stall mit dickem Strohbett. Zweimal täglich wird das verletzte, blinde Auge behandelt und zumindest hat sich die Geschwulst zurückgebildet. Nun gilt es, den beiden Schafkindern eine Eingewöhnungsphase zu gönnen, bis sie in die große Schafherde auf Gut Aiderbichl Eslarn eingeführt werden können. Eines ist auch klar, Schlappi und Keksi sind „best friends“, die man auf keinen Fall trennen darf.

Freunde sind Gärten, in denen man sich ausruhen kann.

– Antoine de Saint Exupéry

Keksi ist für ihre Schlappi da, wann immer sie sie braucht oder sucht.

Wünschen wir den Beiden ein glückliches, gesundes Leben in der großen Schafherde von Gut Aiderbichl Eslarn.

 

Herzlichst,

 

Ihre Gisela

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