Die Suche nach dem
Christkind

Weihnachten in der Tierkrippe

Die Tiere von Gut Aiderbichl sind in heller Aufregung. Fridolin und Fred, die beiden Eichhörnchen, sitzen gemütlich zusammen und knacken ein paar Nüsse. „Ich bin noch ganz erschöpft von letzter Woche. Und dieses Malheur mit dem Blasengel und der gebrochenen Posaune sitzt mir noch in den Knochen.“ Fred, das schwarze Eichhörnchen, meint nur „Der Blasengel soll ja vom Tannenbaum heruntergenommen werden und zur Krippe übersiedeln. So will es Mario.“ „Oh nein, wenn dann der pummelige Engel wieder in den Schnee fällt, das wäre eine Katastrophe“. So diskutieren die beiden Eichhörnchen und besprechen die Übersiedelung des Blasengels vom Baum zur Weihnachtskrippe.

In der Krippe selbst wird gerade frisches Stroh eingestreut. Der heilige Josef und Maria stehen auch schon da, nur die Wiege ist noch leer. „Ja wo ist denn das Christkind?“ fragt Dewey, das schwarze Schaf. „Du kennst dich wohl gar nicht aus. Das wird erst geboren, heute Abend“, erklärt Alice, das Schaf.
Die Schafe sind heute sehr nervös. Inspector Gadet, eines der Schwarznasenschafe, hat zugesagt, dass der Schaf-Chor Stille Nacht anstimmen wird. Seit Tagen wird versucht, das Lied einzustudieren, aber so ganz gut klingt der Gesang noch nicht. Inspector Gadet gibt nicht auf, und schwingt fleißig den Taktstock. Hie und da zuckt er zusammen, weil die Töne so falsch klingen. Die Kleinen, der Peter, der Larry, Ben und Sven, üben mit viel Begeisterung alleine in ihrer kleinen Gruppe.

 

 

Santino auf der Suche
nach dem Christkind

Im Eselhaus versucht Mario dem Santino beizubringen, wie man sich als Krippenesel benimmt. Santino ist von der Eselkommission dazu auserwählt worden, das Christkind zu bewachen. „Santino, bitte. Hör mir aufmerksam zu und zapple nicht so herum. Wir üben jetzt noch einmal, wie du dich zum Christkind hinunterbeugst und wie du nur ganz leise „Iah“ machst. Sonst erschrickt sich das Christkind!“. Santino meint „Ich war in der Krippe, aber da ist gar kein Kind in der Wiege. Da sind nur die kleinen Schafe Sven und Larry und die anderen. Oder legen die sich in die Krippe?“. Mario bekommt Sorgenfalten und Marie, die Eselin, versucht zu beruhigen. „Ich schlage vor, du übst einfach, wie du das Christkind anschauen sollst, und alles andere dann, wenn es soweit ist.“ Santino spazierte langsam zur Krippe. Mario schlug die Vorderhufe vor die Augen und meinte leise „Na, wenn das was wird?“.

Es weihnachtet sehr

Es wird dunkel, langsam gehen die vielen kleinen Lichter auf den Bäumen an, die roten Weihnachtskugeln glitzern und Ruhe kehrt ein. Die Tiere versammeln sich um die Krippe. Alles ist ruhig. Aus der Kapelle im Wald hört man die kleinen Schafe bei der Probe für das Lied „Stille Nacht“. Es klingt noch immer nicht so ganz richtig. Santino und Ferdinand, der Ochse stehen nun schon bei der Wiege. Adi, Mali und Bibi, die Dromedare und die vielen Schafe sind bereit zum Singen.

Es klingt noch immer nicht so ganz richtig. Santino und Ferdinand, der Ochse stehen nun schon bei der Wiege. Adi, Mali und Bibi, die Dromedare und die vielen Schafe sind bereit zum Singen. „Wo sind die Hirten?“, fragt Mario außer sich. Gemächlich kommen Kronprinz Rudolf, der Johnny und der Tobi als Hirten verkleidet aus dem Eselstall. Tobi schaut eifersüchtig zu seiner Freundin, dem Zebu, denn sie steht neben Ferdinand, dem Ochsen.

Inspector Gadet summt leise, das Lichtermeer wird noch größer und noch heller. Ein goldener Strahl zeigt den Blasengel. Er hat eine neue Posaune bekommen und leise stimmt er mit Inspector Gadet, den Schafen und all den Tieren das schönste Lied der Welt an. Santino ist ganz gerührt, dass er endlich das Christkind gefunden hat. Es liegt vor ihm in der Krippe und er bewacht es voller Liebe.

Der Tierchor stimmt auch ein neues Lied für alle Menschen auf der Erde an: „Frohe Weihnachten“ und alle singen mit, egal, ob richtig oder falsch.

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