Jule und Frieda

zwei Rinder aus einem abgebrannten Stallgebäude

Seit ein paar Wochen haben Jule und Frieda ein neues Für-Immer-Zuhause am Moosfeldhof von Gut Aiderbichl gefunden.  
Zuvor erreichte unsere Tiernotfallstelle eine verzweifelte, traurige Mail, in der von einem Großbrand in einer deutschen Ortschaft berichtet wurde, und durch den ein riesiges Stallgebäude zerstört worden war.

Jule und Frieda konnten über den Winter nicht auf der Weide bleiben

Wohin mit den Tieren? Für den Landwirt ist es eine Katastrophe, wenn das Stallgebäude durch einen Brand vollkommen zerstört wird.
Nicht nur, dass im Gebäude viel Arbeit und Geld steckt. Ein Stall ist das Zuhause der Tiere, und wohin sollen die, wenn alles bis auf die Grundmauern niedergebrannt ist? Solche Zerstörungen bedeuten eine Tragödie sowohl für den Menschen, als auch für die Tiere. Oftmals sterben auch Tiere im brennenden Stall und einige überleben: das Leiden der Tiere ist keinem Landwirt egal, doch Schicksale entscheiden selbst, wann sie geschehen.     

Wir wurden gebeten, für Jule und Frieda Platz zu finden, und so gelang es auch, sie am Moosfeldhof unterzubringen.

Wie erleben Tiere Feuer?

Zuerst kommt der Rauch, der die Rinder apathisch macht, das lebensbedrohende Feuer greift um sich und die Rinder fangen an laut zu brüllen. Der Landwirt hat alle Hände voll zu tun, um die Tiere aus dem Stall zu treiben. Die Situation ist ja keine alltägliche. Hat man noch Zeit, um die Rinder aus dem Stall zu bringen? Jedes Rind reagiert wieder anders – wie auch der Mensch, wenn Panik und Angst ausbrechen.

Stefan war ein Brandstier und bleibt unvergessen

Unser Ochse Stefan war ein junger Brandstier, als er vor über sechs Jahren nach Gut Aiderbichl in Henndorf kam. Sein Körper war voller Brandwunden. Die zerstörten Hautstellen wurden monatelang von den Tierpflegerinnen behandelt. Stefan wuchs heran und auch das Fell kam langsam wieder, jedoch nicht an allen Stellen seines Körpers. Die Bereiche an der Hüfte und am Rücken blieben kahl.  
Stefan blieb an heißen Sommertagen in seinem Stall oder stand unter seinem Sonnendach. Er war ein kluger, feinfühliger und dankbarer Ochse, und konnte einige Jahre ein gutes Leben führen. Leider entwickelte sich ein sehr aggressiver Hautkrebs und vor ein paar Wochen mussten wir unseren Großen über die Regenbogenbrücke gehen lassen. Seine Lebenskerze war ausgegangen, doch Stefan bleibt in unserer Erinnerung. 

Jule und Frieda blieben von den Flammen verschont

Gott sei Dank blieben Jule und Frieda vom Feuer verschont, und mussten nicht Stefans Schicksal erleiden.  
Julchen und Frieda haben sich mittlerweile toll eingelebt und mögen vor allem unseren kleinen Bond mit der Endnummer 007 an der Ohrmarke sehr. Die anderen Rinder auf meinem Hof werden ihnen helfen, das Erlebte zu vergessen. Ich denke, die beiden schaffen das auf jeden Fall…“, Christian Kögl, Verwalter des Moosfeldhofes. 

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