Schaf Hampti Tampti

Trotz Beeinträchtigung führt Hampti Tampti ein glückliches Leben

Von Anfang an war das Leben schwierig - doch Hamti Tamti gibt nicht auf!

Täglich zeigt uns Hampti Tampti dass ein kleiner Kämpfer in ihm steckt.

Ob bei Mensch und Tier – manchmal gestaltet sich gleich am Anfang der Start ins Leben problematisch. Es ist eben so, dass nicht immer alles „geradlinig und perfekt“ sein kann. Der Großteil der geretteten Tiere auf unseren Gnadenhöfen hat gelernt, mit ihren Handicaps umzugehen und ein Leben voller Freude zu genießen.

Der Schock saß tief – Hampti Tampti kam auf die Welt, doch …

er gab zuerst keinerlei Lebenszeichen von sich! Mama Alice konnte ihr Baby nicht ohne menschliche Hilfe gebären, also wurde Geburtshilfe geleistet. Weil das kleine Bündel aber nicht atmete, musste der Kreislauf schnellstmöglich in Schwung gebracht werden. Meistens hilft in diesem Fall ein Guss mit kaltem Wasser. Anschließend wurde das Schafbaby noch mit Stroh abgerieben, doch noch immer gab es kein Lebenszeichen. Trotzdem gaben die Geburtshelfer nicht auf!

Reanimation holte den Kleinen ins Leben

Hampti Tampti wurde an den Hinterbeinen in die Höhe gehoben, sodass der Körper senkrecht hing. Begleitet wurde dieser Vorgang von einer Herzmassage. Beinahe eine halbe Stunde sollte vergehen, bis Hampti Tampti zu atmen begann.

Durch die schwere Geburt war das rechte Schulterblatt gebrochen

Das kleine Schaf konnte sich durch die geschädigte Schulter nicht alleine aufrichten und so musste der Tierarzt weitere Schritte einleiten. Die gebrochene Schulter wurde mit Hilfe eines Verbandes stabilisiert. Leider war der Verband zu lange am Gelenk und so versteiften der Vorderfuß und das Kniegelenk. Die Menschen waren am Verzweifeln, jedoch scheuten sie keine Kosten und holten einen Physiotherapeuten für das kleine Schafbaby. Es schien zu spät, die Sehnen waren bereits zu stark verkürzt.

Die drei Kinder der Schafbesitzer gaben Hampti Tampti nicht auf

Das Schafbaby war durch den schwierigen Start ins Leben auch sehr geschwächt und konnte bei Mama Alice nicht vom Euter trinken. Hampti Tampti bekam also das Fläschchen. Besonders der 13-jährige Sohn der Familie bemühte sich sehr um das Babyschaf und hätte es am liebsten in sein Bett mitgenommen, nur um sicher zu gehen, dass es seinem kleinen Freund an nichts fehlte. Auch in der Nacht stand der Bub auf, um den hilfsbedürftigen Patienten stündlich zu füttern.

Alice war für die Zucht nicht mehr geeignet

Der Euter war zur Hälfte krank geworden und gibt nun keine Milch mehr. In diesem Zustand konnte mit der hübschen Schafmama leider auch nicht mehr weitergezüchtet werden und im Schafstall besteht ohnehin immer Platzmangel.
Die besondere Leidensgeschichte von Hampti Tampti und seiner Mama Alice ging nicht spurlos an den drei Kindern der Besitzer vorüber. Sie liebten die kleine Schaffamilie über alles und so brachten es die Eltern nicht übers Herz, die Tiere zum Schlachter zu fahren.

Die Mail an Gut Aiderbichl war verzweifelt und doch voller Hoffnung.

„… Und da uns bzw. den Kids die beiden Schafe durch ihre besondere Leidensgeschichte ans Herz gewachsen sind, wären wir froh, wenn wir von euch Unterstützung bekommen würden. Auch wenn sie beeinträchtigt sind, …“.

So leben nun Alice und ihr Hampti Tampti auf Gut Aiderbichl in Henndorf. Unsere Tierpflegerinnen arbeiten ebenfalls physiotherapeutisch mit rechten verkürzten Bein von Hampti Tampti. Geduldig macht er jedes Mal brav mit und gibt nicht auf. Trotz seiner Schwierigkeiten sprüht er vor Lebensfreude und zeigt den die Menschen immer wieder, wie toll er mit seinem Handicap umgeht.  Wünschen wir dem tapferen Schaf noch viele gute Jahre in der Aiderbichler Schafgruppe und danken wir den Kindern, die liebevoll und aufopferungsvoll hingeschaut haben, damit ihr kleines Schafbaby mit dem Handicap trotz allem ein schönes Tierleben führen kann.

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