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Corrona und Casimode

Tierbeschlagnahmung in Frankreich

August 2020 – Pferde und Hunde eines französischen Gestüts werden beschlagnahmt. Der Gerichtsbeschluss war gültig und die Tiere – 103 Pferde und über 30 Hunde – wurden von tierliebenden Menschen übernommen. Zwei der Pferde leben nun auf Gut Aiderbichl Frankreich bei Moulin.

Der Tag der Beschlagnahmung

Was muss passieren, dass per Gerichtsbeschluss Tiere dem Besitzer weggenommen werden? Wieviel Leid und Qual und wieviel Zeit vergeht, bis durch aufmerksame Menschen – solche, die hinschauen und nicht wegschauen – Tiere aus der Hölle geholt werden?
Es war ein schlammiges, dreckiges, dunkles Loch, wo die vielen Pferde und Hunde ums Überleben kämpften. Hier kann man nicht mehr mit netten, schmeichelnden Worten argumentieren und erklären, was es heißt, wenn Tiere Menschen ausgeliefert sind. Vor lauter Hunger spürten sie den Hunger nicht mehr, ihre Wunden wurden nicht behandelt und sie spürten vor Schmerzen die Schmerzen nicht mehr, und vor lauter Verzweiflung und Hilflosigkeit kam die Resignation.

Am Tag der Beschlagnahmung, die dem Besitzer per Gerichtsbeschluss angekündigt wurde, war dieser nicht am Hof. Man fand 59 Pferde auf der Zuchtfarm vor. Wo war der Rest der Tiere? Die Gendarmerie, viele Tierschützer und ein Transporter von Gut Aiderbichl warteten auf dem Gestüt. Blankes Entsetzen stülpte sich wie eine dunkle Glocke über den Hof begleitet von Kopfschütteln, Zorn und vielleicht auch Verzweiflung vor so viel Elend.

Der Zustand der Pferde war …

Kennen Sie das ohnmächtige Gefühl, wenn Sie die richtigen Worte nicht mehr finden? Man sieht Fotos und da zeigen sich Szenen, auf denen man Pferde sieht, die nur mehr Haut und Knochen zusammenhalten. Zahlreiche Pferde waren schwerstens verletzt. Sie hatten Bisswunden im Gesicht und am Körper, und all diese Wunden waren unbehandelt. Keine Wundreinigung, keine Salbe, kein Verband. Ein hinzugezogener Tierarzt stellte bei einem Pferd, das sich nicht mehr erheben konnte, eine tiefe Rippenwunde fest. Aufstehen war unmöglich geworden. Es wäre unbemerkt irgendwann gestorben. Die Schmerzen für das Pferd können wir Menschen nicht nachempfinden, nur erahnen. Die Augen sind müde, halb geschlossen.

Casimode und Corrona

sind nun auf Gut Aiderbichl Frankreich. Dort haben sie viele Pferdefreunde gefunden, sie haben schattige Unterstände, einen tollen Pferdestall und Tierpfleger, die versuchen, ihre gebrochenen Herzen und Seelen zu kitten. Louis, der Verwalter des Guts, ist oft bei den Neuankömmlingen und streichelt sie. Ob er ihre Schmerzen, ihr Leid und das einsame Leben im Dreck wegstreicheln kann? Es heißt, die Zeit heilt alle Wunden. Man wird sehen.

Gut Aiderbichl Frankreich ist geziert von einem schönen, sehr alten französischen Landschloss. Rundherum leben seit vielen Jahren gerettete Pferde, die dort ein paradiesisches Leben führen können. Und dieses Paradies haben sich Casimode und Corrona auf jeden Fall verdient. Mehr kann man als Wiedergutmachung zur Katastrophe in ihren früheren Jahren nicht sagen. Es fehlen die Worte für so viel Leid und schlimme Zustände, in denen die beiden gelebt haben.

„Nicht grämen, nicht böse sein auf die Menschen. Viele wissen es nicht besser. Vielleicht hilft dieser Gedanke.“ (Michael Aufhauser)

Michael Aufhauser war 24 Stunden im Gedanken verhangen, Tieren zu helfen und die Menschen davon zu überzeugen, dass es sich um Lebewesen handelt und nicht um gefühllose Objekte. „Sie wissen es nicht besser …“ – dieser Gedanke sitzt in all unseren Herzen und hilft uns, wenn wir über Tiere erzählen, die in der Sackgasse standen, so wie Casimode und Corrona.

Ein Pferd, ein Pony, ein Esel, ein Schwein, ein Huhn, ein Affe und all die vielen Tiere auf unseren Höfen vergessen nichts, aber sie vergeben alles. Vielen Dank für Ihre Unterstützung, denn nur dank Ihrer Hilfe können wir Tieren wie Corrona und Casimode helfen und Ihnen ein schönes Leben bis an ihr natürliches Lebensende ermöglichen. Bitte unterstützen Sie uns weiterhin mit einer kleinen Spende oder einer Patenschaft für Corrona oder Casimode. Vielen Dank.

Braunes Pferd steht auf einer Wiese mit weiteren Pferden im Hintergrund unter blauem Himmel.
bei uns zuhause

Pferd Casimode

Warmblut

Wir wurden von Behörden in Frankreich um Hilfe gebeten. Ein Pferdegstüt hielt 103 Pferde und 60 Hunde unter katastrophalen Umständen. Es wurde auch "Das Gestüt der Schande" genannt. Wir wurden gebeten, zwei der vielen Pferde zu übernehmen. Sofort stimmten wir der Aufnahme zu und am 01.09.2020 fand die Räumung des Hofes statt. Corrona und Casimode wurden so Aiderbichler. Im Vordergrund stand für uns nun, dass wir ihr Vertrauen gewinnen, dass wir sie gesund pflegen - dass aus ihnen wieder "ganz normale Pferde werden." Bitte unterstützen Sie uns mit einer Patenschaft, damit wir auch weiterhin Tieren in Not helfen können.

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