Das Stierkalb Thomas

Das Stierkalb Thomas schaute ratlos in die Runde …

Im März dieses Jahres kam es zu einer behördlichen Abnahme zweier Stiere aus einem landwirtschaftlichen Betrieb, bei dem die Fortführung der Tierhaltung aus damaliger Sicht nicht mehr möglich war. Die Sache hörte sich sehr traurig an. Selbst die Anfrage der Amtstierärztin klang ein wenig bedrückt. Wir werden wohl nie so richtig erfahren können, was der Grund für die Beschlagnahmung der Tiere war.

Die Dinge überschlugen sich

Der Besitzer hing sehr an seinen Tieren, doch alles nahm rasant seinen Lauf, und noch bevor wir mit der Rettung reagieren konnten, war der ältere Stier beim Schlachter.

Verzweifelt äußerte der Besitzer seinen Wunsch, wenigstens den einjährigen Stier noch nach Gut Aiderbichl retten zu können. Wir konnten ihm diesen Wunsch erfüllen. Als Beweis, dass es dem Stierkalb gut geht, bekam er ein Foto aus dem Stall wo Thomas lebt: im schönen Rinderstall von Gut Aiderbichl Kilb.

Wir nennen ihn Thomas

Der Name hat aramäische Wurzeln und bedeutet „der Zwilling“. Ob er auch „ein ungläubiger Thomas“ ist?
Er ist ein schönes Fleckvieh und hat sich mittlerweile auf Gut Aiderbichl Kilb sehr gut eingelebt. Anfangs hatte sich Thomas etwas fragend im großen Stall seiner Artgenossen umgesehen. Mittlerweile hat er viele Freunde gefunden und genießt sein Leben in großer Freiheit und ohne Gefahren.

Thomas ist ein Symbol für viele Stierkälber

Der Besitzer von Thomas machte sich Sorgen um seinen jungen Stier und er wollte auf keinen Fall, dass er geschlachtet wird.
Auf den Höfen von Gut Aiderbichl leben viele Rinder, die Glück gehabt haben, bevor sie als meist erst einjährige Rinder zum Metzger gebracht wurden.

So beispielsweise auch unser Lucky. Nach dem Almabtrieb sollte das Stierkälbchen mit dem schwarzen Fell, dem weißen Fleck auf der Stirn und den langen Wimpern zum Schlachten gebracht werden. Die beiden Retter von Lucky als auch dachten Landwirt bei Thomas dachten sich: „Da gibt es doch Gut Aiderbichl!“.

Gut Aiderbichl „verurteilt“ nicht

Über 6.000 Tiere leben auf unseren Gnadenhöfen. Der Großteil von ihnen hätte geschlachtet oder eingeschläfert werden sollen. Fürchterliche Schicksale bringen die geretteten Tiere mit, doch sie alle sind groß im Verzeihen und Vergeben.
Es gibt viele Tierquäler auf dieser Welt. Es gibt aber auch Menschen, wie den Besitzer von Thomas, dem es wichtig ist, dass es seinem Stier gut geht. Die Lebenslage war vielleicht zum Verzweifeln und alles ging schief, bis auch noch die Tiere beschlagnahmt werden mussten.
Zur Philosophie von Gut Aiderbichl gehört ein wichtiger Punkt: nicht wegschauen, sondern hinschauen und helfen. Wenn wir den Tieren helfen, können wir auch immer wieder den Menschen helfen. Verurteilen ist der falsche Weg.

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