Erinnern Sie sich an …

Bieni, die Ziege mit dem schiefen Hals

Bieni war wohl die berühmteste Ziege der Welt. Meistens lief sie als erste aus dem Stall und begrüßte die Besucher am Eingangstor. Sie war voller Lebensfreude und hat schon auch mal Zank zwischen den Eseln oder den Ponys geschlichtet. Wie sie das gemacht hat? Sie hat sich einfach zwischen die „Streithansln“ postiert und dann war Ruhe. Mensch und Tier hatten Respekt vor unserer ganz besonderen Ziege.

Bieni war ein Versuchstier

Hunde, Ratten, Mäuse, Frettchen, Affen oder eben auch Ziegen sind in den Versuchslaboren im Dienste des Menschen. Ein junger Veterinär in Ausbildung sollte an der Ziege das Spritzensetzen üben. Der Nadelstich erwischte versehentlich einen Nerv am Hals und so bekam Bieni einen schiefen, dicken Hals. Es stand fest, dass die Behinderung ein Leben lang bleiben wird. Die Studenten waren sehr betroffen, vor allem der eine, dem das Missgeschick passiert war.

Anderssein gehört zum Leben: so gibt es eine Ziege mit schiefem Hals, Hunde, die erblinden, Bäume, die schief wachsen, Unkraut im Garten – alles die Natur.

Bieni war eine Schauspielerin

Sie liebte es, mitten drin zu sein und sie liebte vor allem Kinder über alles. Wenn anlässlich eines Festes eine Musikkapelle über den Hof marschierte, hatte unser Kapellmeister vier Beine, einen schiefen Hals und zwei Hörner. Bieni gab den Takt an und lief beinahe im Gleichschritt mit den Musikanten mit.

„Wer die Würde der Tiere nicht respektiert, kann sie ihnen nicht nehmen, aber er verliert seine eigene.“ (Albert Schweitzer)

Unzählige Tiere sind in den Versuchslaboren, um beispielsweise Medikamente zu erforschen. Sie leben dort in Käfigen und rufen nach Freiheit und schreien vor Schmerzen. Versuchstieren wird die Würde genommen. Respekt vor dem Tier gilt hier leider nicht.

Bieni war eine Versuchsziege, und der Versuch war schiefgegangen. Aber da war ein Mensch, der seinen Fehler, die Nadel nicht richtig zu setzen, zutiefst bereute. Und da waren dann Menschen die wollten, dass Bieni mit ihrer Behinderung weiterlebt. Das ist Respekt vor dem Lebewesen.

Und Bieni ließ sich ihre Würde nicht nehmen. Sie trug ihr Schicksal quasi am schiefen Hals und lächelte und liebte alles um sie herum. Genauso wie wir sie geliebt haben!

Nach wie vor erkundigen sich Besucher nach der Ziege mit dem schiefen Hals. Sie hat also Platz in den Herzen der Menschen gefunden.

„Wenn ihr mich sucht, sucht mich in euren Herzen. Habe ich dort eine Bleibe gefunden, bin ich immer bei euch!“ (Antoine de Saint-Exupéry)

Danke Bieni, dass wir von dir lernen durften das Leben zu nehmen, wie es kommt. Nur dank Ihrer Unterstützung liebe Aiderbichlerinnen und Aiderbichler können wir Tieren wie Bieni helfen. Bitte unterstützen Sie uns weiterhin mit einer kleinen Spende oder einer Patenschaft. Vielen herzlichen Dank.

 

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