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Internationaler
Affentag 2023

Aus der Sicht einer Aiderbichlerin

(geschrieben von Gisela Pschenitschnig)

Nach wie vor werden Wildfänge in die vielen Versuchslabore gebracht, um dort mit den Affen Medikamente zu erforschen.
Einen Satz bekomme ich nicht mehr aus meinem Kopf: um junge, gesunde Tiere für die Versuche einzufangen, müssen jedes Mal zwischen 15 und 20 erwachsene Tiere getötet werden, um an die geschützten Jungtiere rankommen zu können.
Ganze Affenfamilien werden zerstört, denn die Jungen werden ihren Müttern und der gewohnten Umgebung weggenommen. Danach werden die Affen in kleine, enge Käfige gesteckt und zum Zielort transportiert.

Gut Aiderbichl und seine Ex-Laboraffen in Gänserndorf

Michael Aufhauser und Dieter Ehrengruber wagten vor über 10 Jahren einen mutigen Schritt, der nicht kritiklos blieb. Die Ex-Labaoraffen der Immuno, einem österreichischen Forschungslabor, wurden Aiderbichler und hatten somit das Versprechen bekommen, bis zu ihrem natürlichen Lebensende in den Affenhäusern und den geschaffenen Außengehegen ein Leben in „kleiner Freiheit“ genießen zu können. Den Urwald konnte den traumatisierten Tieren Michael Aufhauser leider nicht zurückgeben.

Gefangenschaft auf engstem Raum

Die Tiere wurden in 90 mal 90 Zentimeter großen Käfigen im Keller ohne Tageslicht gehalten. Es gab keine Sozialisierung, kein helles Tageslicht mit Sonne, Wind oder Regen. Es roch schrecklich, die Affen rüttelten an den Gitterstäben der Käfige, sie schrien und wollten ihre Freiheit.
Nach vielen Jahren in der Forschung wurde der Entschluss gefasst, die Tiere aus der Forschung „freizugeben“. Baxter fühlte sich den Ex-Laboraffen verpflichtet und brachte sie in die Affenhäuser des großen Safariparks in Gänserndorf.

Seit 2011 können die teils schwer traumatisierten Tiere in die Außengehege gelangen. Die Freigehege bedeuten für die Schimpansen ein kleines Paradies mit einem weiten, blauen Himmel darüber. Vorher kannten sie nichts außer den kleinen Käfigen. Vielleicht glauben sie manchmal, dass sie wieder zu Hause sind?

Wenn einer stirbt, sind sie alle traurig

Die Resozialisierung wird niemals beendet sein können, zuviel mussten die Ex-Laboraffen in den vielen Jahren der Forschung erleben. Manche sind voller Angst und Unsicherheiten, gewissen Geräusche und grelle Lichter erinnern sie an die Zeit im Käfig.

Als hochsozialisierte Tiere sind sie uns Menschen zu fast 98% gleich geschaffen. Sie können sich freuen, sie sind handwerkliche Meister, sie haben wunderbare Instinkte und können trauern und weinen wie wir Menschen.

Vor einigen Wochen ist Carmen verstorben. 13 Jahre lang war sie mit Hepatitis C infiziert worden. Nun Sie hatte ihren kleinen Urwald, das Außengehege, über alles geliebt. Dorli und Pumuckl, ihre Gruppenfreunde, trauern noch immer um ihre Carmen.

Wann werden die Tierversuche endlich aufhören können? Wann werden die Menschen endlich aufhören, Affen im privaten Wohnzimmer zu halten? Die Fragen sind endlos – es gibt nur eine Antwort: es muss aufhören.

Herzlichst, Ihre Gisela

Das Mindeste, was ich tun kann, ist, für die zu sprechen, die es nicht selbst tun können.

~ Jane Goodall

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