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Eichhörnchen im
Weihnachtsfieber

Vierter Advent im Gut Aiderbichl Wald

Tagelang huschten die Eichhörnchen hinter der Aiderbichler Kapelle im angrenzenden Wald in alle Richtungen und bereiteten die Feier für den 4. Advent vor. Eigentlich sind die flinken Tiere in der Winterruhe, doch hat Fridolin, das rote Eichhörnchen beschlossen, dass auch die Eichhörnchen eine Adventfeier gestalten sollen.

Die Begeisterung unter seinen Freunden hält sich also in Grenzen und Fridolin braucht schon viel Überredungskunst, um sie umzustimmen. „Ihr wisst doch, Weihnachten ist die Zeit, wo Friede und Ruhe einkehrt. Menschen, die Ruhe suchen, kommen in den Wald und bringen uns Tieren auch einiges zum Futtern mit. Ich denke, wir sollten einmal den Menschen eine Freude machen. Ich habe mir ein paar Dinge ausgedacht, die wir flinken Eichhörnchen locker schaffen können“.

 

Gelangweilt legen sich einige der Eichhörnchen in ihren Kobel zurück und denken sich „Oh nein, ich möchte meine Ruhe haben!“ ächzt das schwarze Eichhörnchen Fred und flüstert „ich mache dann die Endkontrolle, gute Nacht!“. Entrüstet sieht sich Fridolin um. Eigentlich steht er plötzlich sehr alleine im Gehege und fragt sich „Wo sind plötzlich alle?“.

 

Fridolin eilt in die angrenzende Mensch-Tierkapelle und sucht nach brauchbaren Dingen. Als er drinnen ist, hockt er sich auf die Bank und denkt nach. „Ich brauche Zweige, goldene Bänder, Tannenzapfen und ich brauche kilometerlange Lichterketten. Der Wald soll hell erleuchtet werden, so hell, dass man nur mehr „Ah“ und „Oh“ von den Menschen hört. Aber woher bekomme ich nun all das Zeug? Ach ja, und ich brauche einen Blasengel. Der Blasengel soll eine riesige Posaune halten. Das werde ich aber alleine nicht schaffen, der wird mir zu schwer. Blasengel sind ja nicht so rank und schlank wie ich, sondern eben ein wenig pummelig. Hm, was mach ich nur, was mach ich nur?“.

Gemeinsam statt einsam

Plötzlich raschelt es rings herum und Fridolin traut seinen Augen nicht. Überall auf den Bäumen in dem kleinen Wald sind Hunderte von Eichhörnchen, auch solche, die nicht im Gehege ihr zu Hause haben. Eichhörnchen glucksen, wenn sie sich freuen, und Fridolin ist ganz gerührt und gluckst und schnalzt vor Freude. „Ihr macht mir das schönste Geschenk. Danke, meine Freunde!“

Die Eichhörnchen bilden die Zweigegruppe, die Bändergruppe, die Lichterkettengruppe und die Blasengelgruppe. Hin und her und auf und ab huschen die kleinen, flinken Tiere und im Nu ist der Wald dekoriert. Nach getaner Arbeit versammeln sich die Eichhörnchen in der Kapelle, denn dort gibt es als Belohnung für die Arbeit viele verschiede Nüsse und jeder kann sich davon nehmen, soviel er will.

Nur eine Gruppe steht ratlos da. Fridolin erkennt das Problem. „Wo ist die Posaune von dem Blasengel?“. Fred senkte den Kopf und schaute von unten nach oben mit scheuen Äuglein „Das ist der pummeligste Blasengel weit und breit und auf einmal, als wir den Engel am Baum festbinden wollten, ist er kopfüber in den Schnee gepurzelt und die Trompete ist abgebrochen.“

Was nun?

Ein Blasengel mit abgebrochener Posaune geht gar nicht. Batzi, der Hirsch im Nachbargehege hat die rettende Idee und meint: „Nehmt den Rest vom goldenen Band und bindet das abgebrochene Stück der Posaune dazu, das sieht niemand. Der Engel hängt eh so hoch!“. Gesagt, getan.

 

 

Fridolin hat mit Hilfe der vielen Eichhörnchen alle Arbeit geschafft und sitzt mit zufriedenem Gesicht inmitten seiner Freunde. Alle knabbern ihre Nüsschen und sind glücklich. Hoch oben im Baum erstrahlt der Blasengel im Licht der kilometerlangen Lichterketten. Am Heiligen Abend wandert dann der Blasengel zur Tierkrippe und freut sich, wenn ihm dann alle beim schönsten Lied der Welt zuhören werden.

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