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Kaninchen Lissy

Ein schönes, graues Zwergkaninchen auf der Suche...

Aus der Sicht einer Aiderbichlerin

(geschrieben von Gisela Pschenitschnig)

Vor einiger wurden die Zwergkaninchen Flecki (vor kurzem verstorben) und seine Partnerin Lissy im Zusammenhang mit einer Tierabsicherung auf Gut Aiderbichl in Henndorf abgegeben. Die beiden Kaninchen sollten gut versorgt sein, Artgenossen haben, viel Freiheit und eben alles, was ein Kaninchen braucht: Streicheleinheiten, einen sauberen Stall und das richtige Futter.

Leider ist Flecki vor ein paar Tagen tot aufgefunden worden. Ganz friedlich lag er in seinem Heu-Bettchen. Seine Lissy ist nun jedenfalls nicht alleine, denn beide waren bereits in die große Gruppe der Kaninchen integriert worden. Trotzdem ist sie auf der Suche …

Die Bedürfnisse eines Kaninchens, die der Mensch nicht stillen kann

Kaninchen sind sehr gesellige Tiere. Selbst in freier Wildbahn lebt ein Kaninchen niemals alleine, sondern immer in Gruppen mit sozialem Gefüge, denn das Sozial-verhalten der Kaninchen ist sehr intensiv und ausgeprägt. Ein Großteil der Tagesaktivität besteht bei Kaninchen aus miteinander spielen, aus gegenseitigem Putzen und miteinander kuscheln. Aus diesen Beobachtungen können wir lernen, dass ein Kaninchen niemals freiwillig alleine leben würde, und immer mindestens einen Artgenossen braucht, um seinen Bedürfnissen gerecht zu werden.
Kein Mensch und kein artfremdes Tier können einem Kaninchen den Partner ersetzen. Falls man es doch macht, wird man lernen, dass eigentlich der Mensch immer nur ein unzureichender Ersatz für das bleiben wird, was er dem Kaninchen vorenthält, denn in Einzelhaltung leidet das Kaninchen, auch wenn es oftmals versucht, seine Einsamkeit zu meistern. So viel Zeit man sich für das Kaninchen in Einzelhaltung auch nimmt, man wird sein Bedürfnis nach Gesellschaft nicht stillen können. Ein Mensch und ein Kaninchen sprechen einfach nicht dieselbe Sprache.

Kaninchen Lissy trauert noch um ihren Flecki

Kaninchen müssen sich verabschieden können. Wenn man die Situation im Kaninchenstall beobachtet, ist das Abschiednehmen ähnlich, wie es Menschen bei einer Beerdigung tun.
Unsere Pflegerinnen wissen, dass sie den Kaninchen Zeit mit dem Körper des Verstorbenen lassen sollen. Man hat den Eindruck, dass die Kaninchen zuerst nicht verstehen, warum der Partner nicht mehr herumhoppelt, dass er gestorben ist, aber nach einiger Zeit hatte Lissy sicher verstanden, dass Flocki über die Regenbogen-brücke gegangen war.
Die Prozedur des Abschiednehmens ist wichtig, damit das Kaninchen weiß und fühlt, dass sein Freund nicht einfach verschwunden ist, sondern nicht mehr aufstehen wird. Lissy hätte ihren Flecki gesucht und wäre vielleicht in Panik verfallen.
Erstaunlicherweise hat Lissy in der großen Gruppe der Aiderbichler Kaninchen in Henndorf bereits einen neuen Partner ausfindig machen können – der hübsche Clyde hat es ihr angetan.

Es ist nicht nur ein Tier … Es ist ein Herz, das schlägt, eine Seele, … die fühlt und ein Leben, das leben will

~S. Raßloff  

Alles wird gut liebe Lissy – die Tage werden länger, die Sonne wird stärker und bald kannst du mit deinen vielen Freunden im Gehege Fangen spielen, Löcher graben, dich verstecken oder in der Sonne liegen. Und am Abend, da funkelt ein kleiner Stern am Himmel nur für dich.
– Herzlichst, Ihre Gisela

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