Baba und Lotte

Eine Kuhgeschichte mit Happy End

Unsere Kuh Baba feiert am 15. November ihren zehnten Geburtstag. Im Mai dieses Jahres brachte sie Lotte zur Welt. Baba und ihr Kuhkalb sind nur knapp dem Schlachthof entgangen. Eine leidenschaftliche Tierliebhaberin hat sich der beiden angenommen und wusste sofort, dass die beiden nur auf Gut Aiderbichl ein Zuhause für Immer finden können.

Ein Lebenshof für Rinder kam ins Wanken

 

Der Nachbar der Tierliebhaberin hatte eine Kuhherde und es sollte für die Dame ein Herzenswunsch in Erfüllung gehen. Sie bekam zwei Kühe, welche gemeinsam mit den Rindern des Landwirtes weiden konnten. Sie selbst verkaufte von ihrem Biohof Getreide und immer schon hatte sie sich Kühe gewünscht. Für die insgesamt 14 Rinder war die gemeinsame Weidefläche zwar etwas zu klein, aber es ging schon.
Als der Bauer in Pension ging, wurde die Wiese an die Dame verpachtet. Der Bauer entschied, dass die Kälber aus seiner Herde verkauft werden sollten und die Mutterkühe sollten zum Schlachter, so erhoffte man sich eine Lösung für das Platzproblem für die Rinderhaltung.

 

Jede einzelne Kuh und deren Kalb lag der Frau am Herzen

Mit viel Liebe und Umsicht hatte sie sich um die Kuhfamilien gekümmert und nun sollte alles ein Ende haben?
Eine besonders bittere Entscheidung musste im Falle von Baba getroffen werden. Sie kränkelte, hatte Fieber und war noch dazu trächtig. Der Tierarzt riet dazu, Baba schlachten zu lassen, denn eine Geburt hätte Baba höchstwahrscheinlich nicht überlebt. Der Bauer und die Dame berieten sich, und: Die Entscheidung fiel fürs Leben.

Tapfer kämpfte Baba um ihr Weiterleben und sie sollte gewinnen

Jeden zweiten Tag bekam sie Medikamente, bis sich ihr gesundheitlicher Zustand wieder verbesserte. Dann kam die Geburt und Lotte, ein hübsches Kuh-Kälbchen erblickte das Licht der Welt. Die Geburt verlief übrigens komplikationslos.
Die kleine Lotte ist allerdings beeinträchtigt. Es wird vermutet, dass die Medikamente, die Baba bekommen hat, negative Einflüsse auf die Gesundheit des Kälbchens hervorgerufen haben. Wenn man Lotte anschaut, ist vielleicht die Kopfform ein wenig anders. Ansonsten entwickelt sie sich aber gut und hat Freude an ihrem jungen Leben.

Jedes Leben verdient Respekt

Dem kleinen Kälbchen Lotte fehlte der lebensnotwendige Saugreflex, und so wurde geduldig versucht, die kleine Lotte und die Zitzen von Mama Baba zusammen zu bringen. Mit viel Geduld und Liebe schaffte die Dame es, dass das schwache Kalb beim Euter der Mutter ihre lebenswichtige Milch bekam.

Lotte war aber auch aufgeweckt. Kaum einmal zwei Tage auf der Welt ging sie auf die „Waltz“ und viele Menschen schlossen sich einer Suchaktion an, um das junge Kälbchen zu finden. Baba bekam ihre Lotte zurück und eine Anfrage auf Gut Aiderbichl brachte das Freiticket nach Gut Aiderbichl Henndorf.

Wie geht es Baba und Lotte heute?

 

Unsere Kuhfamilie Ruby und deren Vierlinge Roswitherl, Renaterl, Roserl und Reserl hat sich nun um Baba und Lotte vergrößert. Die Kälber kuscheln miteinander im Stroh und die beiden Mamas Ruby und Baba scheinen auch sehr glücklich mit ihrem Leben zu sein.

Die kleine Lotte ist noch ein wenig schüchtern, lässt sich aber sehr gerne von den Vierlingen dazu verführen, auch zum Gehegezaun zu kommen. Seidenweich ist ihr braun-weißes Fell, zärtlich schleckt ihre Zunge über die Hand, wenn man möchte. Lottes schöne, dunkelbraune Augen strahlen mit der Sonne um die Wette.

 

Auf den Höfen von Gut Aiderbichl ist es nicht wichtig, ob Tiere ein Handicap haben, ob alle Glieder gesund gewachsen sind oder ob sie uns nur riechen, aber nicht sehen können. Tiere mit Handicaps sind genauso herzlich willkommen wie gesunde Tiere, die bei uns leben. In der Perfektion findet weder Mensch noch Tier sein Lebensglück.

 

 

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