Der Tag des Eichhörnchens

Aus der Sicht einer Aiderbichlerin

Der 21. Jänner ist der internationale Tag der Eichhörnchen. Die Initiative zur Einführung dieses besonderen Tages ging von einer amerikanischen Wildhüterin aus. Warum ist der Tag des Eichhörnchens im Jänner? Es ist so, dass die Eichhörnchen ihre Vorräte für die Wintermonate im Herbst vergraben. Wenn viel Schnee fällt und die Oberfläche gefriert, ist es schwierig, an die Vorräte zu kommen. So ist es oft wichtig, dass Menschen den Eichhörnchen bei der Futtersuche „helfen“, indem sie in eigens dafür angefertigte Futterhäuschen Hasel- und Walnüsse, Fichtensamen, Kiefernzapfen, Sonnenblumenkerne, Beeren, Pilze, heimische Obstarten wie Äpfel, aber auch Karotten und Gurken zum Fressen bereitlegen. Die Unterstützung bei der Futtersuche im Winter ist wichtig, damit die Tiere überleben. Eichhörnchen bekommen ihre Babys im Jänner, also mitten im Winter. Daher ist es umso wichtiger, dass die Tiere unterstützt werden.

Menschen vieler Kulturen kleideten sich mit dem Fell der Eichhörnchen.  Archäologische Funde aus der Jungsteinzeit belegen auch, dass Eichhörnchen sogar auf dem Speiseplan des Menschen standen.
In den letzten Jahren wird immer lauter, dass beispielsweise schwarze Eichhörnchen die einheimischen braunen oder roten Eichhörnchen vertreiben und dass sie auch aggressiver und kräftiger sind als die einheimischen Hörnchen. Tatsächlich ist es so, dass die einheimischen Eichhörnchen der Rasse der eurasischen Eichhörnchen angehören. Die Farbvariationen reichen von rot über rot-braun, rot-grau, braun-grau bis zur Fellfarbe schwarz. Die europäischen Eichhörnchen können also die verschiedensten Fellfarben aufweisen. Eines ist immer gleich: Der Bauch hat ein weißes Fell.
Das Grauhörnchen wurde aus Amerika „eingeschleppt“ und verbreitet sich vor allem in England, Irland und Italien. Diese besonderen grauen Eichhörnchen sind während der Wintermonate anpassungsfähiger, größer, kräftiger und bekommen mehr Babys als die einheimischen Hörnchen.

Auswilderungsstation auf Gut Aiderbichl

Seit 2021 befindet sich auf Gut Aiderbichl Henndorf eine Auswilderungsstation. Die „Eichhörnchenhilfe Salzburg“ und Gut Aiderbichl sind eine Kooperation zugunsten hilfsbedürftiger Nager eingegangen. Aufgrund verschiedenster Umweltschädigungen (Abholzung, Monokulturen …) geraten immer mehr Eichhörnchen in Not. Ziel ist es, verwaiste, verletzte oder einfach in Not geratenen Eichhörnchen zu retten, gesund zu pflegen und sie dann wieder in die Natur zu entlassen. So werden Eichhörnchenbabys und verletzte erwachsene Tiere in der „Eichhörnchenhilfe Salzburg“ aufgenommen, aufgepäppelt und nach einem ca. 8-wöchigen Aufenthalt bei Frau Carmen Haslinger in die Auswilderungsstation auf Gut Aiderbichl in Henndorf gebracht. Eichhörnchen sind lustige und flinke Gesellen, die den Wald rund um Gut Aiderbichl mit ihrer wieder gefundenen Lebensfreude und Gesundheit bereichern.

Ich freue mich auf eine nächste Führung mit Ihnen, herzlichst, Ihre Gisela

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