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Hermina

Eine Kuh, die kam, um für immer zu bleiben

Aus der Sicht einer Aiderbichlerin

(geschrieben von Gisela Pschenitschnig)

Am 1. November hatte Markus, Verwalter von Gut Aiderbichl in Kärnten, seinen freien Tag und spazierte durch die Straßen, als ihn ein Anruf erreichte „Die Kühe sind ausgebrochen, da spaziert gerade eine weiße Kuh herum, die gehört sicher Gut Aiderbichl …“. Markus konnte sich gar nicht vorstellen, dass die Kühe nicht am Hof waren.
Der Zaun zu den Aiderbichler Rindern war zerstört. Was war da los?

Hermina war gekommen, um zu bleiben

Niemand wusste, woher plötzlich Hermina, eine zweieinhalbjährige Holstein Friesin, kam. Sie musste doch irgendjemand im Stall fehlen.
Aufgrund Herminas Ohrmarke konnte der Besitzer ausfindig gemacht werden. Der wusste nun wenigstens auch, wo seine Hermina abgeblieben war. Zweimal wurde versucht, Hermina mit dem Transporter abzuholen, es wollte aber nicht gelingen: Hermina schaltete auf stur und bockig und außerdem regnete es in Strömen, und so war es viel zu gefährlich, die Kuh verladen zu wollen.

Herminas Signal

Wenn man so lange Zeit mit Tieren beisammen ist wie Markus, dann reagiert man nicht logisch und bringt die Kuh einfach dem Bauern zurück. Er wusste es, Hermina hatte den Zaun durchbrochen, um zu bleiben.

Die ganze Vorgeschichte ist schon ein wenig seltsam. Hermina war mit ihrer Herde auf einer Sommerweide in der Nähe des Gut Aiderbichl in Kärnten, und sollte nach Hause gebracht werden. Als sie den Hänger stehen sah, schaute sie sich um und suchte plötzlich das Weite. Sie verschwand im Wald. Am nächsten Tag fand man sie dann eben bei den Aiderbichler Rindern Obelix, Skippy, Helios, Manjana, Sebi, Karla und Lisa. Es war offensichtlich, dass sie nicht zu ihrer ursprünglichen Herde wollte.

Hermina hatte sich ihr neues Für-Immer-Zuhause ausgesucht und wollte bleiben

Hermina ging Markus nicht mehr aus dem Kopf. Dieter Ehrengruber meinte: „Hast du Platz für Hermina?“. Natürlich war Platz für Hermina, und nun begannen die Verhandlungen mit dem Biobauern. Hermina durfte Aiderbichlerin werden, denn sie hat sich selbstbewusst und in Eigenregie diesen Platz ausgesucht. Der Bauer wollte ihrem Glück nicht im Weg stehen und vertraute uns noch an: „Hermina ist trächtig“.

Eine selbstbewusste, schöne Kuh mehr auf Gut Aiderbichl

Hermina ist neu in der Herde, behauptet sich aber sehr gut und lässt sich nicht mehr vertreiben. Einer, der es ihr besonders angetan hat, ist Obelix. Der fünfjährige Ochse stammt von einem Biohof in der Schweiz. Er hat einen ganz besonderen Charakter: Obelix liebt die Menschen, die Ziegen, die Hühner alle rundherum macht er zu seinen Freunden.
Hermina empfindet wohl eine besondere Zuneigung zu dem schwarzen, mächtigen Obelix mit dem weißen Herzen auf der Stirn. Es schaut auch ein wenig so aus, als würde er sie beschützen.

Hermina, ihre neue Herde und wir alle warten aufs Kälbchen

In den nächsten Tagen wird es so weit sein, dass Hermina ihr Kälbchen zur Welt bringt. Wir alle hoffen, dass sie ein gesundes Kälbchen hat. Und eines ist auch klar: Hermina darf eine tolle Mama-Kuh sein, und ihr Kälbchen wird die Milch trinken und zu einem gesunden Rind heranwachsen. Beide werden auf Gut Aiderbichl leben – und zwar so, wie immer: bis zum natürlichen Lebensende.

Bis zur Geburt verbringt Hermina die Zeit in einer großen, gemütlichen Abkalbebox.

Wie wenig Lärm machen die wirklichen Wunder.

~ Antoine de Saint-Exupéry

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