Lillyput ist eine Persönlichkeit

Er will jeden Moment des Lebens auskosten

Aus der Sicht einer Aiderbichlerin

Zahlreiche Emails und Anrufe erzählen uns täglich von Tieren, die Hilfe benötigen. Vor ein paar Wochen erreichte uns eine Mail, die in rührender Sprache ausdrückte, was eine tierliebe Dame für ein junges, missgebildetes sogenanntes „Schmallenberglamm“ empfand: Liebe. (…) Lillyput konnte nicht stehen und wollte doch ums „Verrecken“ leben. … Jeden Moment des Lebens scheint er auskosten zu wollen (…). Sie bat um Aufnahme des jungen Schafes, und so kam Lillyput am 13. Mai nach Gut Aiderbichl Deggendorf.

Eine Behinderung verurteilt weder Mensch noch Tier zum Sterben

Tiere mit Handycap begleiten Gut Aiderbichl von Beginn an. So gab es den zwergwüchsigen Ochsen Lillyput mit dem künstlichen Darmausgang, Pamplono, der junge Ochse ohne Fellbehaarung und dessen bester Freund, der zwergwüchsige Fipsi. Seit Jahren begleiten uns die blinden Pferde Koby, Sabrina und der blinde Esel Noldi. Unser Hängebauchschwein Clemens hat eine schiefe Halswirbelsäule. Eine, die nicht mehr lebt: Bieni. Sie war eine Versuchsziege und durch einen missglückten Injektionsstich lebte sie jahrelang mit einer schiefen, geschwungenen Halswirbelsäule.  Viele unserer Tiere haben ein Handicap, alle haben eines gemeinsam: den Lebenswillen und das Recht leben zu dürfen. Diese Sichtweise ist einer der Bestandteile der Aiderbichler Philosophie. 

Schmallenberg – Virus bei Lämmern

Das Virus und seine Auswirkungen werden seit 2011 bei Rindern und Schafen beobachtet. Die Übertragung der Infektion erfolgt durch Insektenstiche (Gnitzen und Stechmücken). Wenn das Mutterschaf innerhalb einer bestimmten Zeitspanne der Trächtigkeit (beim Schaf zwischen dem 30. und 50. Tag) durch einen Stich infiziert wird, kann das Virus in die Gebärmutter gelangen und am Embryo Missbildungen an den Gliedmaßen und am Gehirn hervorrufen. 
Lillyput hatte vom ersten Tag an massive neurologische Störungen und epileptische Anfälle, die mittlerweile fast nicht mehr vorkommen. Die Besitzerin erzählte uns, dass Lillyput auch bald, wenn auch wackelig, stehen konnte. Die verkrüppelten Vorderläufe schiente sie mit kleinen, selbstgebastelten Schienen. So schaffte er es bald, mit seiner künstlich angelegten Unterstützung relativ flott laufen zu können. Sogar keine Luftsprünge gelingen ihm. Bei Schmallenberglämmern kann es vorkommen, dass der Unterkiefer fehlt. Lillyput hat einen Unterkiefer, der allerdings etwas quer gewachsen ist, was ihn wiederum nicht davon abhält, das Gras genüsslich zu fressen.  

Kein Mensch weiß, wie lange Lillyput leben wird

Was uns Lillyput vermittelt, ist die pure Lebensfreude. Die Mitarbeiter in Deggendorf lieben ihn für seine Unbeschwertheit, seinen Lebenswillen und sind auch dankbar, wieder von einem Tier lernen zu dürfen: 

Nimm dich an, so, wie dich die Natur gegeben hat. Alles hat seinen Sinn.

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