Felix

erzählt seine Geschichte

Vor ein paar Wochen entdeckte eine tierliebe Dame eine verletzte Ente am Straßenrand. Die schöne braun-schwarz-weiße Stockente war von einem Auto angefahren worden und wartete auf rettende Hände. Die Dame taufte den Erpel Felix und brachte ihn fürs Erste einmal in der Garage unter.  

Felix hat nun seinen Wohnort gewechselt und ist in einem der Enten- und Gänsehausern entlang des kleinen Teiches auf Gut Aiderbichl Henndorf eingezogen.  



„Räb, Räb“ ist der Ruflaut der Erpel

„Räb, räb, gefällt mir hier. Einen neuen Freund habe ich auch schon gefunden, den Hansi, eine Warzenente. Den hat man auch am Weg gefunden. Wir watscheln ganz gerne gemeinsam über den Hof und sind erstaunt, welch hübschen Enten und Gänse hier unterwegs sind. Räääb. Sehr interessant“.

Für Felix gibt es hier keine wirklichen Gefahren. Hunderttausende von Stockenten werden jährlich erschossen, das kann ihm auf Gut Aiderbichl nicht passieren. Der Hof ist auch keine autobefahrene Strasse, wo er von einem Auto verletzt werden könnte. So konzentriert er sich hauptsächlich aufs gute Essen, den kleinen, romantischen Teich im angeschlossenen Wald beim Eichhörnchengehege, und die feschen Enten- und Gänsedamen.  

Quak, quak, schnatter, schnatter – habt ihr den Neuen schon entdeckt? Ich glaube, Höckergans Maxime nennt ihn Felix. Der ist ja hübsch. Mir fällt halt auf, dass ihm die Lockengänse ganz gut gefallen. Ernie, die Laufente, wird eifersüchtig, das sind nämlich seine Mädels

So bringt also Felix, die Stockente, Unruhe in die Henndorfer Enten- und Gänseschar, aber niemand ist ihm wirklich gram. Er ist charmant und verzieht sich schleunigst Richtung Eichhörnchen-Auswilderungsgehege, wenn die Lage zu ernst werden sollte.  

Räb, räb. Es ist ja so, dass wir Vögel, in diesem Falle Enten und Gänse, hauptsächlich in Paaren leben, und zwar treu mit einem Partner. Ich bin halt gerade auf der Suche nach einer Partnerin. Das ist ja ganz normal. Da muss sich niemand besonders „auf-schnattern“, räb, ich meine aufregen. Uns geht es hier allen wunderbar. Es gibt Wasser zum Baden, wunderbare Häuschen, in denen wir in der Nacht geschützt sind. Das Essen besteht aus grünem Salat, Nudeln usw. herrlich. Was wollen wir mehr?

Felix ist eine friedliche Ente und ist einfach glücklich, so viele Artgenossen um sich zu haben. Er wird auch immer zutraulicher, und lässt sich hin und wieder von den Menschen streicheln. Natürlich hofft Felix auf ein Blatt grünen Salat oder ein winziges Stück trockenes Brot. Wenn die Sonne scheint, finden Sie Felix bei dem kleinen Häuschen mit dem abgeworfenen Hirschgeweih.  

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