Cortessa und Nemisis

ein menschliches Schicksal brachte die Pferde nach Henndorf

Viele Jahre begleiteten Cortessa und Nemisis eine Wiener Tierärztin. Sie empfanden füreinander Vertrauen, genossen den liebevollen Umgang der Frau mit ihnen, doch ein Ereignis im Leben der Tierärztin sollte die Lebenssituation der drei Freunde jäh verändern.  

Nicht fehlende Liebe und Fürsorge waren der Grund dafür, dass die beiden Pferde eine neue Heimat auf Gut Aiderbichl Henndorf bekommen sollten. Es war Verzweiflung und fehlende finanzielle Mittel.

Ein Aortenaneurisma machte den Umzug unumgänglich

Nachdem die gesundheitliche Katastrophe geschehen war, begann der Leidensweg für die Tierärztin.  
Sämtliche Therapien werden von staatlicher Seite nicht abgefedert – die Kosten müssen von der pflegebedürftigen Frau selbst getragen werden. Alles rundherum war weder kräftemäßig noch finanziell weiterhin tragbar. Die Entscheidung war gefallen: die beiden geliebten Pferde brauchten ein neues Zuhause.

Es gab keinen Weg zurück 

Die Tierärztin wollte ihre beiden Lieblinge in der Obhut von Gut Aiderbichl wissen, und kontaktierte Dieter Ehrengruber, der der Aufnahme von Cortessa und Nemisis sofort zusagte. Vielleicht war es die Erinnerung an den Tag, als bei Michael Aufhauser ein Aortenaneurisma festgestellt wurde? Vielleicht waren es die vergangenen Jahre, die es Dieter Ehrengruber wieder in den Sinn brachten, wie innerhalb einer Sekunde das Leben eines Menschen plötzlich in eine völlig andere Richtung läuft, und nichts mehr ist, wie es war?
Es war wohl eine Mischung aus beidem: die Krankheit von Michael Aufhauser und die Liebe zu den Tieren, dass Dieter Ehrengruber den Hilferuf der Tierärztin sofort annahm.

Das rote Halfter – Das Symbol der Zugehörigkeit zu Gut Aiderbichl

Die Philosophie von Gut Aiderbichl sagt, dass wir hinsehen und helfen, wo es uns möglich ist. Wir sehen Tierrettung als unsere Pflicht dem Lebewesen gegenüber, und, wenn wir dem Tier helfen, helfen wir zugleich dem Menschen.

Cortessa und Nemisis kamen im Transporter am Gut in Henndorf an. Die zwölfjährige Cortessa und der einundzwanzigjährige Nemisis waren aufgeregt und schauten neugierig aus den Transporterfenstern.  

Der Pferdestall war vorbereitet. Frisches Stroh und Heu, Karotten und Äpfel erwarteten die beiden Neuankömmlinge. Aufgeregt liefen Cortessa und Nemisis vom Außenstall in die Innenbox und wieder zurück.
Dann begann die typische Aiderbichl – Zeremonie der hier wohnenden Tiere: Esel, Ziegen, Schafe, Bernadette, eines der freilaufenden Schweine, Frieda, die Warzenente – alle kamen sie, um Cortessa und Nemisis zu begrüßen.  

Zuguterletzt kamen die Tierpflegerinnen mit zwei neuen, roten Halftern und legten sie Cortessa und Nemisis an. Alles ist gut. Mittlerweile sind Cortessa und Nemisis in eine Gruppe integriert, wo sie sich sehr wohl fühlen.  

Niemals werden Cortessa und Nemisis ihre langjährige Besitzerin vergessen. Denn: sind wir Menschen einmal in den Herzen unserer Tiere angekommen, dann bleiben wir dort. Für immer.

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