Wenn Pferde sprechen könnten

Aus der Sicht einer Aiderbichlerin

Über 700 Pferde haben bei uns ihre neue Heimat gefunden. Viele unter ihnen wurden verstoßen, aus Zuchtstallungen ausgemustert oder zum Pferdeschlachter gebracht. Oft, weil die Leistung nicht mehr gut war oder die Tierarztkosten nicht mehr leistbar waren. Ohne Nutzen, ohne Leistung, nicht wertvoll genug – die Wegwerfgesellschaft weiß, was da zu tun ist. Das Team von Gut Aiderbichl hat gelernt und richtet ihre Arbeit nach der Aiderbichler Philosophie: hinschauen und helfen.
Michael Aufhauser verbrachte viel Zeit auf Fohlenmärkten, er nahm geschundene Pferde aus dem Zirkus oder auch aus dem Reitsport auf. Gestresste und angstvolle Pferdeaugen und die vielen Wunden an ihren Körpern überzeugten ihn immer wieder, wie wichtig ein Gnadenhof für Tiere ist, und wie unleugbar es ist, die Natur und ihre Geschöpfe zu respektieren und nicht zu quälen.
Es war der Mensch, der das Pferd zum „Näherkommen“ aufgerufen hat. Es ist der Mensch, der sich aufgrund nachlassender Leistung anmaßt, ein Pferdeleben für tauglich oder nicht tauglich zu betrachten. Einem Leben wird die Würde nicht verliehen, man hat sie, oder man hat sie nicht. Viele Fohlen verlieren ihre „junge“ Würde auf den Fohlenmärkten, wo sie der Stute weggenommen werden und sich niemand dafür interessiert, wie es dem Fohlen oder der Stute nach der Trennung gefühlsmäßig ergeht.

Mr. Ed – lautes Stampfen rettete sein Leben

Im Jahr 2004 war Mr. Ed 12 Jahre alt und Michael Aufhauser kaufte ihn und einige andere Schlachtpferde von einem Händler frei. Der traurige Pferde-Truck wäre zum Pferdeschlachter nach Belgien gefahren.
Mr. Eds Strick war kurzgehalten, die Angst war ihm ins Gesicht geschrieben, viele Schürfwunden waren auf seinem Körper – niemand wusste so recht, was da geschehen war. Wir erfuhren, dass Mr. Ed auf der Trabrennbahn gelaufen war, die erhoffte Leistung ließ leider immer mehr nach und der Rest seiner Tage war gezählt.
Auf Gut Aiderbichl entwickelte sich Mr. Ed zu einem Traumpferd, und seine besten Freunde waren die beiden Stuten Indra und Mona Lisa. Wunderbare Jahre in Freiheit lebte Mr. Ed nun unter dem Schutz von Gut Aiderbichl. Mit fast 34 Jahren zeigte er uns nun, dass er den Weg über die Regenbogenbrücke gehen möchte. In aller Ruhe, begleitet von Liebe und vielen Tränen schlief unser Mr. Ed ein.

Ein Signal gegen Pferdetransporte

Es gibt Höhlenmalereien, die bezeugen, dass in der Eiszeit das Pferdetöten zum Alltag gehörte. Gut Aiderbichl nimmt von Beginn an Schlachtpferde mit verschiedensten Biografien auf und will ihnen Heimat für den Rest ihres Pferdelebens sein. Im Jahr 2007 kaufte Michael Aufhauser 21 Pferde von einem rumänischen Schlachttransporter frei. Damals nahmen wir eine große Verantwortung auf uns, und die Pferde sind uns noch immer dankbar dafür. Nach den vielen Jahren fühlen sich die ehemaligen Schlachtpferde gut und ihre beste Menschenfreundin ist Edith, die Besitzerin des Köllersberger Hofes, einem Außenhof von Gut Aiderbichl Henndorf, geworden.

„Ich öffne die Stalltüren und alle achtzehn Pferde folgen meiner Stimme. Sie sind wie Kinder für mich. Jedes dieser geretteten Schlachtpferde hat einen besonderen Charakter. Alle haben sie eine gemeinsame, traurige Geschichte“.

Die Veränderung geschieht durch Zuhören und Dialog mit Menschen, die etwas tun, von dem Sie glauben, dass es nicht richtig ist.“

—  Jane Goodall

Danke für Ihre wunderbare Unterstützung der Tiere von Gut Aiderbichl. Mögen die Menschen niemals aufhören zu glauben, dass sie etwas verbessern können,

herzlichst,

Gisela

 

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