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Ochse Locke und seine Lassa

Wenn Menschen an Tiere glauben

Aus der Sicht einer Aiderbichlerin

(geschrieben von Gisela Pschenitschnig)

Eigentlich wollten unsere Mitarbeiter Ochse Locke abholen, damit er in sein neues Für-Immer-Zuhause in Iffeldorf einziehen konnte. Es stellte sich heraus, dass Locke eine Freundin hatte. Die Kuh heißt Lassa. Sie konnte keine Kälber mehr bekommen und wäre mit 13 Jahren zum Schlachter gebracht worden. Die Freundschaft mit Locke rettete ihr Leben.  

Hinschauen und helfen ist eine wichtige Devise im Bereich der Tierrettung

Eine sehr tierliebe Dame hatte den fünfjährigen Locke freigekauft, als sein Freund gestorben war, und es war wohl der Weg zum Schlachter vorgezeichnet. Täglich besuchte die Dame ihren Locke, der sich immer wieder auf ein Wiedersehen mit ihr freute.

Locke ist sehr zutraulich, anhänglich und verliebt in seine Menschen. Auch versteht er sich in der Rindergruppe gut mit allen. Alter und Geschlecht der Rinder sind ihm ziemlich gleichgültig. Locke führt ein ausgeglichenes Leben und ist eigentlich nur glücklich.  

Er genießt es auch, von seiner Retterin gestriegelt, gestreichelt und geknuddelt zu werden. Angst vor seinen Hörnern hat sie nicht. Wenn man sich ein wenig mit Rindern auskennt, weiß man gut, wie man sich zu verhalten hat, um die Hörner nicht spüren zu müssen. 

Ein Spiel mit Gefühlen - Die Einstellgebühr wurde wieder erhöht     

Seit fünf Jahren bezahlt die Dame für Locke Geld, damit er in einem Stall eingestellt leben darf. Locke lebt hier mit zwei Kühen. Da das Futter auf der Weide immer knapper wurde, musste Locke im Stall bleiben. Eigentlich stand er nur mehr im Stall, und die beiden Milchkühe grasten auf der Weide.  

Die Situation um Locke spitzte sich zu. Locke wollte sich bewegen und nicht im Stall stehen müssen. Was noch dazu kam war, dass der Landwirt wiederum die Pacht für Lockes Platz erhöhte. Er wusste, wie stark die Verbindung zwischen Locke und seiner Menschenfreundin war.
Lockes Retterin war der Verzweiflung nahe. Sie scheute keine Ausgaben für ihren Ochsen, doch nun fühlte sie sich finanziell total in die Enge getrieben und versuchte einige Male ihr Glück bei der Tiernotfallstelle von Gut Aiderbichl.  

„Bitte machen Sie es möglich, dass ich Locke nicht ganz verliere …“

Es wurde ermöglicht, dass Locke und dessen Freundin Lassa beide auf Gut Aiderbichl in Iffeldorf einziehen konnten.  
Matthias, Verwalter in Iffeldorf, meint liebevoll: „… Locke und seine Lassa haben sich in der Aiderbichler Rinderherde gut eingelebt und sind nach wie vor unzertrennlich. Mit seinem braun-goldenen Fell sieht Locke ein wenig aus wie ein Christkind und alle sind verliebt in den Locke. Lassa ist uns gegenüber noch skeptischer, das wird sich aber sicherlich geben …“.  

Nicht das Denken erlöst die Welt, sondern die Liebe.

~Manfred Kyber, 1880 – 1933, Dichter und Kulturkritiker

Im Falle von Locke und Lassa sollte nicht mehr Geld, sondern die Liebe zu den Tieren und der Respekt vor ihnen siegen. Herzlichst, Ihre Gisela 

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